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Fallstudien

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Alpha & Beta kommen dem Weiße-Fliegen-Befall auf die Spur


Eine Reihe ergonomisch überragender Mikroskope von Vision Engineering werden nun von Entomologen im Rahmen des European Whitefly Studies Network zur Unterstützung ihrer Untersuchungen von Insektenpest eingesetzt. Die Mottenschildlaus, bemisia tabaci, gilt als einer der weltweit schlimmsten Pflanzenschädlinge und stellt eine massive landwirtschaftliche Bedrohung dar.

Das European Whitefly Studies Network (EWSN) wurde gegründet, um die Erforschung dieser Pest zu unterstützen. Das EWSN bezieht Wissenschaftler und Gewerbetreibende aus ganz Europa ein. Sie alle betreiben Multi-Disziplin-Forschung, um Bekämpfungsmittel für diese zerstörerische Insektenpest zu finden. Mit Hilfe der ergonomisch ausgereiften Mikroskope von Vision Engineering untersuchen Forscher die Auswirkungen verschiedener Ernteschutzprodukte auf die weiße Fliege.

Die Mottenschildlaus (bemisia tabaci) ist vermutlich die derzeit schlimmste Insektenpest und somit die größte Bedrohung der Landwirtschaft weltweit. Diese kleinen Schädlinge richten auf zweierlei Weise Schaden an – zum einen kann ein Befall durch diese Schädlinge einzelne Pflanzen zerstören, da sie den Saft aus dem Zellgewebe der Pflanzen saugen, zum anderen können die Pflanzenviren, die sie übertragen, viele verschiedene Getreidearten infizieren und zerstören.

Eine geeignete Ackerfrucht kann Heim für Milliarden weißer Fliegen sein, wobei jede weibliche Fliege das Potenzial hat, bis zu 250 Eier zu legen. Wenn auch nur eines dieser Insekten mit einem Pflanzenvirus befallen ist, kann dieses auf jede neue Pflanze übertragen werden, an der das erwachsende Insekt saugt. Sobald es auf die Pflanze übertragen wurde, kann jede nachfolgende weiße Fliege, die an jener Pflanze saugt, zu einem Bazillenträger werden und das Virus auf den ganzen Pflanzenbestand oder sogar auf andere Pflanzenarten übertragen.

Bis Anfang der neunziger Jahre galt ein Befall durch weiße Fliegen zwar als Problem, wurde aber im Vergleich mit anderen Pesten nicht als schwerwiegend eingestuft. Dann unterzog sich der Weiße-Fliegen-Bestand in Amerika einer besorgniserregenden Wandlung – er entwickelte eine Resistenz gegen geläufige Insektizide. Das Insekt wurde gemeinhin als "Superbug" bezeichnet, der sich ernähren und vermehren konnte und sich den meisten Eindämmungsversuchen widersetzte. Allein in einem Jahr verursachte diese Insektenart der US-Landwirtschaft Schäden in Höhe von $500.000.000. Der Kampf hatte begonnen, diese Pest unter Kontrolle zu bringen. Bemühungen, die Ausbreitung dieses Superbugs aufzuhalten, wurden durch die Entdeckung erschwert, dass befallende Zierpflanzen wie Weihnachtssterne in alle Welt versandt wurden und das Insekt so zu allen Kontinenten brachte.

Im Mittelpunkt der Bekämpfung von Pflanzenschädlingen wie die weiße Fliege stehen die vielen Wissenschafter, aus denen sich das European Whitefly Studies Network zusammensetzt. Wie in einem wirklichen Krieg kommen auch hier auf beiden Seiten Taktiken ins Spiel, die sich ändern und Situationen angepasst werden. Für eine Untersuchung der weißen Fliegen werden in der Regel befallenen Feldern Kolonien entnommen, die dann in speziell errichteten Einrichtungen mit kontrollierter Umgebung gehalten werden. Prüftiere werden dann aus aller Welt gesammelt, damit Forscher mit der schnellen Evolution der weißen Fliege und den Pflanzenviren, die sie in sich tragen, Schritt halten können. Diese Einrichtungen, die oftmals Laboratorien mit hohen Sicherheitsbestimmungen einschließen, ermöglichen es Forschern, die Entwicklung der Pflanzenschädlinge unter stark kontrollierten Bedingungen zu untersuchen und zugleich die Wirksamkeit neuer Bekämpfungsmittel, natürlicher Feinde und physikalischer Barrieren wie Netze zu prüfen.

Einige für das EWSN tätige Entomologen benutzen seit kurzem eine Reihe von Mikroskopen von Vision Engineering, um der weißen Fliege auf den Leib zu rücken. Eines dieser Mikroskope ist das Mantis Betrachtungsgerät mit geringer Vergrößerung, mit dem erwachsene Insekten an infizierten Pflanzen untersucht werden. Das Mantis generiert ein klares, helles Stereo-Bild des Subjekts, das dann vom Bediener untersucht werden kann. Da das Mantis über einen sehr großen Arbeitsabstand verfügt, lassen sich Gegenstände unter dem Betrachter leicht manipulieren. So entsteht ein Rundumblick auf die Pflanzenproben und das stereoskopische Bild vollends kann genutzt werden. Die weißen Fliegen werden mit CO2 anästhesiert, um zu verhindern, dass sie sich auf der Pflanze bewegen. Dann können sie gezählt und in allen Einzelheiten untersucht werden, ohne sie zu töten.

Ebenfalls zum Einsatz kommen die Alpha und Beta Stereo-Zoommikroskope. Diese Mikroskope dienen zur detaillierten Untersuchung einzelner erwachsener Insekten und Larvenstadien. Das Alpha verfügt über ein Expanded-Pupil Okular, das bei der Langzeitbenutzung des Geräts besseren Komfort und erhöhte Effizienz bietet. Forscher haben das Alpha als großartiges Mikroskop bei einer Verwendung über lange Zeit bezeichnet, da es den ganzen Tag benutzt werden kann, ohne dem Bediener Beschwerden zu verursachen. Ein schwebender Objekttisch ermöglicht eine leichte Verschiebung der Pflanzenproben und Schalen unter diesen Mikroskopen und die Wahrung eines konstanten Arbeitsabstands. Wie beim Mantis ist auch bei diesen Mikroskopen der Arbeitsabstand groß genug, um dem Bediener Freiraum zur Manipulation der Proben zu gewähren. Die konventionellen Okulare des Beta Mikroskops sind eine überaus kostenwirksame Lösung für eine Stereo-Betrachtung mit mittlerer Vergrößerung.

Die Alpha wie auch die Beta Mikroskope können mit einem Kameraadapter versehen werden, über den eine normale Digitalkamera angeschlossen werden kann. Mit Hilfe der Kamera können Forscher live Videobilder auf einem Monitor anzeigen und hochauflösende Bilder der weißen Fliege erstellen. Diese Digitalbilder können generiert werden, sobald der Forscher etwas Interessantes bemerkt, und dann schnell in Berichte einbezogen oder zur späteren Bezugnahme elektronisch gespeichert werden.

Weitere Informationen über die weiße Fliege finden Sie auf der Website des European Whitefly Studies Network.